Ratgeber

Cortison am Auge: Augentropfen und Augensalbe verstehen

Von Redaktion Augentropfen.net · Aktualisiert am

Illustration eines Auges

Cortison (ein Glukokortikoid) wirkt stark entzündungshemmend und wird am Auge bei bestimmten, ärztlich diagnostizierten Entzündungen eingesetzt. Cortison-Augentropfen und -salben sind verschreibungspflichtig – dieser Ratgeber erklärt die Hintergründe, ersetzt aber keine ärztliche Verordnung.

Wann Cortison am Auge zum Einsatz kommt

Ärztinnen und Ärzte verordnen Cortison-Präparate zum Beispiel bei ausgeprägten nicht-infektiösen Entzündungen, nach Augenoperationen oder bei bestimmten allergischen Reaktionen – immer nach genauer Diagnose. Bei einer bakteriellen Infektion wird Cortison teils mit einem Antibiotikum kombiniert.

Tropfen oder Salbe

  • Augentropfen: gut über den Tag verteilbar, trüben den Blick kaum.
  • Augensalbe: haftet länger, oft für die Nacht – lässt die Sicht kurz verschwimmen.

Beide werden hygienisch angewendet: Hände waschen, Behälter nicht ans Auge halten, Kontaktlinsen nach Vorgabe der Ärztin handhaben.

Warum ärztliche Kontrolle wichtig ist

Cortison am Auge kann bei unkontrollierter Anwendung den Augeninnendruck erhöhen und andere Nebenwirkungen begünstigen. Deshalb gilt: nur nach Verordnung, in der vorgegebenen Dosierung und Dauer anwenden und Kontrolltermine wahrnehmen. Setzen Sie das Präparat nicht eigenmächtig ab. Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt.

FAQ

Häufige Fragen: Cortison am Auge: Augentropfen und Augensalbe verstehen

Gibt es Cortison-Augentropfen rezeptfrei?

Nein. Cortisonhaltige Augentropfen und -salben sind verschreibungspflichtig und werden gezielt ärztlich verordnet. Das hat gute Gründe: Bei falscher oder zu langer Anwendung drohen Nebenwirkungen wie erhöhter Augeninnendruck.

Was ist der Unterschied zwischen Cortison-Tropfen und -Salbe?

Tropfen verteilen sich gut über den Tag und trüben den Blick kaum. Salben haften länger, sind daher oft für die Nacht gedacht, lassen die Sicht aber vorübergehend verschwimmen. Welche Form geeignet ist, entscheidet die behandelnde Ärztin.